Bei der Gestützten Kommunikation (Facilitated Communication) handelt es sich um eine Methode aus dem Spektrum der Unterstützten Kommunikation, die es manchen Menschen mit schweren kommunikativen Beeinträchtigungen ermöglicht, durch gestütztes Zeigen z.B. auf Objekte, Bilder oder Buchstaben zu kommunizieren.
Der/die StützerIn gibt physische, verbale und emotionale Hilfestellungen. Durch die körperliche Stütze werden neuromotorische Probleme verringert und funktionale Bewegungsmuster trainiert. Das Training kann bis zum unabhängigen Zeigen, der selbständigen Nutzung eines Kommunikationsgerätes und zur Erweiterung von Handlungskompetenzen führen.
Bereits in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts gab es in der Bundesrepublik erste Erfahrungen damit, dass eine physische Hilfestellung autistischen Menschen dazu verhelfen konnte, sich schriftsprachlich mitzuteilen (F. Uebelacker, D. Zöller). Doch bekannt wurde diese Vorgehensweise erst durch die Arbeit der australischen Therapeutin Rosemary Crossley. Sie gab der Methode, die sie bei schwer kommunikationsgestörten Menschen mit unterschiedlichen Diagnosen einsetzen konnte, den Namen "Facilitated Communication" (wörtlich: "erleichterte Kommunikation").
Anfang der 90er Jahre erschienen die mit FC verfassten Aufzeichnungen Birger Sellins, eines autistischen jungen Mannes; sie verhalfen der Gestützten Kommunikation zu großem Medieninteresse und setzten eine kontroverse Diskussion um die Wirksamkeit der Methode in Gang. Während diese Diskussion in Wissenschaftskreisen noch zu keinem allgemeinen Konsens geführt hat, nimmt die Zahl derer, die die Methode in der Praxis anwenden, stetig zu.
Informationen zu Hilfsmitteln der Unterstützten und Gestützten Kommunikation finden Sie hier (www.isaac-online.de) >>>
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